Schwieriges Apfeljahr

Jedes Jahr bekommen wir Äpfel vom Stadtgut Görlitz. Eigentlich sind die klimatischen Bedingungen im Neißetal ideal für den Obstbau. In diesem Jahr war jedoch sprichwörtlich der Wurm drin: Nachdem später Frost während der Apfelblüte bereits bei einigen frühen Sorten zu beträchtlichen Ernteausfällen führte, haben die Görlitzer in diesem Jahr dazu noch mit dem Apfelwickler zu kämpfen.

Der unscheinbare Falter legt seine Eier auf Früchten und Blättern ab. Nach ein bis zwei Wochen schlüpft die Larve und futtert sich drei bis vier Wochen lang durch die Frucht, bevor sie sich verpuppt und zum Falter wird. Oder in der Puppe in der Baumrinde überwintert, um im Frühjahr die nächste Generation Apfelwickler in die Bäume zu schicken. Dabei ist der Apfelwickler einer der Proditeure des Klmawandels: In warmen Gefilden schlüpfen in einem Jahr bis zu vier Generationen des gefräßigen Falters.

Im Ökolandbau rückt man dem Apfelwickler mit Pheromonfallen zu Leibe. Die verwirren die männlichen Falter mit Duftstoffen, so dass sie orientierungslos werden und die Weibchen nicht mehr finden.

Um euch trotz der Ausfälle in Görlitz die gewohnte Apfelvielfalt anbieten zu können, werden wir bei einigen Sorten auf Obst aus dem Alten Land und aus der Bodenseeregion zurückgreifen. Natürlich packen wir euch auch von dort Verbandsware mit Demeter-, Bioland- oder Naturland-Siegel in die Kisten!

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