Tipps für ein abfallarmes Weihnachfest

Alle Jahre wieder ist das Fest der Besinnlichkeit auch ein Fest des Konsums, das einen enormen Müllberg hinterlässt. Dabei ist es gar nicht so schwer, auch der Mülltonne zum Weihnachtsfest mal Urlaub zu gönnen!

Individuell geschenkt...
"Wir schenken uns dieses Jahr nichts" ist wohl einer der am seltensten eingehaltenen Vorsätze der Jahresendzeit. Schlagt dem alljährlichen Konsumtrubel doch mal ein Schnippchen und setzt auf Selbstgemachtes aus der Küche. Denn sind die Dinge, die von Herzen kommen nicht sowieso unbezahlbar?! Für Süßschnäbel finden sich unzählige Pralinen- oder Plätzchenrezepte im Netz, Feinschmecker kann man mit originellen Gewürzmischungen oder Pestos überraschen. Und mit dem individuell auf den Geschmack der Beschenkten abgestimmten Kochbuch mit euren selbst kreierten Lieblingsrezepten macht ihr euren Lieben nicht nur zu Weihnachten, sondern immer wieder eine Freude.

...und schön verhüllt
Das Gestalten individueller Geschenkverpackungen kann genauso viel Freude machen wie das Schenken selbst. Dicht mit Text bedrucktes Zeitungspapier oder alte Notenblätter eignen sich hervorragend als Geschenkpapier. Hübsche Gläser geben Selbstgemachtem einen edlen Look. Geschenke aus und für die Küche kann man wunderbar in einem hübschen Küchentuch verpacken. Die Gaben für die Kleinen können hübsch in bunte Spieltücher verschnürt werden. Wer nähen kann schneidert einfach aus alten Stoffresten individuelle Verpackungen. Und für die Dekoration bringt die Natur die schönsten Gegenstände hervor - von Tannenzapfen über Nüsse und getrocknete Früchte oder Blüten bis zu Kräutersträußen, Zweigen und Rinde.

nachhaltige Tafelrunde
Bei den Vorbereitungen für das Festessen seid ihr ja mit unseren Kisten oder im Bioladen schon absolut auf dem richtigen Weg. Obst und Gemüse sind im Bio-Fachhandel überwiegend unverpackt und für Empfindliches gibt es Packpapier- statt Plastiktüten. Am besten bringt ihr einfach passende Behältnisse selbst mit. Und das meiste Wintergemüse ist sowieso robust genug, um ohne zusätzliche Verpackung im Einkaufsbeutel oder -korb transportiert zu werden.

Auch bei anderen Produkten achtet der Bio-Fachhandel auf möglichst nachhaltige Verpackungslösungen. Die Auswahl an Milchprodukten in Gläsern und Flaschen ist deutlich größer als im Supermarkt, bei der Trockenware setzen immer mehr Naturkost-Hersteller auf Papierverpackungen oder kompostierbare Folien. Und wer hätte gewusst, dass Weißblech das Material mit der höchsten Recyclingquote überhaupt ist? Mehr als 90 Prozent aller Weißblechverpackungen werden wiederverwertet (bei Papier oder Glas sind es z.B. nur 80 Prozent). Achtet beim Kauf darauf, dass die Dosen möglichst nicht bedruckt sind, denn Farben und Lacke machen den Wiederverwertungsprozess aufwendiger. Ein praktisch stapelbarer Hingucker in jeder Küche sind die Weißblechdosen von Herbaria - ideal als Geschenk oder um dem Weihnachtsmenü den letzten Schliff zu geben.
Und natürlich sollten Weihnachtsbraten, Rotkohl und Co. möglichst aus regionaler Biolandwirtschaft kommen.

Oh Tannebaum ...
Wer durch den Weihnachtstrubel schlendert findet allerorten Baumschmuck und billige Deko aus Fernost. Lasst euren Baum doch mal durch Selbstgemachtes erstrahlen. Zimtstangen, Sternanis, Strohsterne, Salzteigdeko und Selbstgebackenes ... die Möglichkeiten sind vielfältig und das gemeinsame Basteln des Weihnachtsschmucks mit der Familie steigert die Vorfreude. Filigrane Christbaumkugeln aus Glas dazu sind sowieso viel schöner als die aus Plastik. Und wenn euch echte (Bienenwachs-)Kerzen am Baum zu "heiß" sind, dann achtet beim Kauf von Lichterketten darauf, dass man die LEDs einzeln austauschen kann.

Und der Baum selbst? 90 Prozent der verkauften Weihnachtsbäume stammen aus Deutschland. Das ist die gute Nachricht. Die Meisten davon allerdings aus Plantagen, in denen kräftig gedüngt und gespritzt wird. Wenn ihr euch keinen Pestizidcocktail ins weihnachtliche Wohnzimmer stellen möchtet kann man zum Beispiel bei den Forstämtern nachfragen, wo man Bäume aus dem Wald, die sowieso gefällt werden müssen, bekommt. Und die Umweltorganisation Robin Wood hat eine Liste mit Verkaufsstellen für Bio-zertifizerte Weihnachtsbäume zusammengestellt.

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