Besuch aus Valencia

Im letzten Sommer haben wir euch in unserem Kundenbrief von Enric Navarro y Valls erzählt, den wir gemeinsam mit unserem Freund und Großhändler Olaf auf seinem Hof in der Huerta de Valancia besucht haben. Die Freude war groß, als in dieser Woche das Telefon klingelte und Enric sich zum Gegenbesuch bei uns im Betrieb ankündigte. Das Wiedersehen war herzlich und auch die Verständigung kein Problem: Enric hat Ökologische Agrarwissenschaften an der Uni Witzenhausen studiert und spricht ausgezeichnet Deutsch.

Wir waren natürlich neugierig, was es mit dem Filmteam auf sich hatte, das jeden Schritt Enrics mit der Kamera verfolgte. Wie wir euch ja bereits erzählt haben, ist Enric nicht "nur" Landwirt, sondern koordiniert auch die Vermarktung des Biogemüses kleiner Bauern aus seiner Region. In dieser "Mission" nimmt er diese Woche an der Messe Fruit Logistica in Berlin teil. Das Bewusstsein für den Wert ökologisch erzeugter Lebensmittel steckt in Spanien bei Bevölkerung und Politik eher noch in den Kinderschuhen. Deshalb "fährt Enric zweigleisig": Zum einen engagiert er sich für den Aufbau von Vermarktungsstrukturen in seiner Region, zum anderen hilft er den örtlichen Bauern dabei, hochwertige Bioprodukte für den Export anzubauen. Die oftmals auch in euren Kisten landen.

Auf der Fruit Logistica betreibt Enric Lobbyarbeit für die Produkte "seiner" Bauern, das Filmteam begleitet ihn dabei. Sicher werden auch einige Bilder aus unserer Packhalle in dem fertigen Film landen. Natürlich wurde auch das Regal mit der Erdmandelmilch (Art. 2725) gefilmt - die Erdmandeln darin baut Enric selbst an. Und wir erfuhren, dass auch auf spanischen Biohöfen das "deutsche" Wintergemüse Grünkohl angebaut wird. Nachdem die Aufnahmen vom Kistenpacken im Kasten waren ging es zu unseren Büroschafen. Die drei Damen waren allerding eher kamerascheu und verzogen sich lieber in die hinterste Ecke ihrer Weide.  

Zum Schluss plauderten wir noch beim gemeinsamen Frühstück - ohne Kamera - über die Situation der Biolandwirtschaft hier wie dort und kamen wieder einmal zu dem Schluss: Eine Veränderung der europäischen Agrarstrukturen können wir nur erreichen, wenn die Ökobranche sich vernetzt und gemeinsam für eine auch nachhaltigere Entwicklung unserer Lebensmittelproduktion eintritt.

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