Bruderhähne vorbestellen

Zu den großen Fragen des Lebens gehört schon immer die nach der Henne und dem Ei. Wer von beiden denn nun zuerst da war, wird wohl nie ergründet werden. Als unstrittig kann dagegen gelten, dass zu Henne und Ei immer auch ein Hahn gehört. Und dem ist im Biosegment nicht unbedingt ein längeres Leben vergönnt als seinen konventionellen Kollegen.

Wie so vieles in der Landwirtschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten auch die Hühnerhaltung "optimiert" worden. Legerassen setzen kaum Fleisch an, produzieren dafür aber sehr viele Eier. Damit sind die männlichen Kücken aus wirtschaftlicher Sicht "wertlos". Sie werden getötet und enden in der Regel als Tierfutter, zum Beispiel in Zoos. Lange Zeit haben die Eierkonsumenten das entweder nicht wissen wollen oder hingenommen. Inzwischen aber hat ein Umdenken eingesetzt. Mehr und mehr Menschen wollen diese Praxis nicht länger tolerieren und fordern Alternativen.

Immer mehr Biolandwirte entscheiden sich dafür, eine sogenannte Zweinutzungsrasse zu halten, obwohl das finanzielle Einbußen mit sich bringt. Zweinutzungshennen legen weniger Eier als Hochleistungs-Legerassen, dafür können sie auch gegessen werden. Allerdings setzen Zweinutzungsrassen weniger Fleisch an als "echte" Masthühner. Dazu leben die Hähne durchschnittlich viermal so lange wie ein durchschnittliches Masthuhn und brauchen entsprechend mehr Futter. All das schlägt sich natürlich am Ende auf den Verkaufspreis nieder. Und während die teureren Zweinutzungseier hier bei uns in der Region auf sehr viel mehr Nachfrager treffen als es Produzenten gibt, ist der Absatz des hochpreisigen Bruderhahn-Fleisches nach wie vor sehr schwierig für die Bauern. Am Ende siegt eben doch sehr oft der Inhalt des eigenen Portmonaies über die hehren Ansprüche. 

Unser Partnerbetrieb in Weggun hält Zweinutzungshühner der Rasse Sussex. Im Hofkreislauf sorgen die Hennen dafür, dass sich nicht allzu viele kleine Fressfeinde am Beerenobst gütlich tun. Die Hähne ziehen drei Wochen nach dem Schlüpfen um nach Peetzig. Im September dürfen wir 80 Demeter-Hähnchen aus der Kooperation von Bauernhof Weggun und dem Gut Peetzig an euch vermarkten. Sie wiegen zwischen 1,5 und 2,5 kg und kosten 23,35 € pro kg. Echtes Tierwohl hat eben seinen Preis. 

Bestelle deinen Bruderhahn jetzt im Shop vor! Ausgeliefert wird das Fleisch in der Woche vom 9.-13. September.

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