Segelkaffee aus Nicaragua

Mit zehn Kilogramm Rohkaffee und viel Idealismus begann im Winter 2013 die Geschichte von Café Chavalo. Damals hängte Geograf und Medienwissenschaftler Jens Klein seinen Beruf an den Nagel und machte sich auf nach Lateinamerika, um mehr über den fairen Handel zu erfahren. In Nicaragua besuchte er den Kooperativenverband Tierra Nueva. In diesem haben sich 600 Bauern zusammengeschlossen um ihre Ernte gemeinsam zu vermarkten und die Lebensbedingungen auf dem Land zu verbessern.

Die Bauern von Tierra Nueva ernten die Kaffeekirschen in der bergigen Region Boaco östlich der Hauptstadt Managua auf kleinen Parzellen von Hand - und zwar nur die reifen. Eine Maschine würde keinen Unterschied zwischen den unterschiedlichen Reifegraden machen, was sich negativ auf die Qualität des Kaffees auswirkt. So produziert Tierra Nueva einen erstklassigen Arabica-Hochlandkaffee mit einer milden Säure und feinem nussigen Aroma. Außerdem baut die Kooperative weitere landwirtschaftliche Produkte wie Kakao, Ingwer und Kurkuma an.

Jens Klein und die Bauern von Tierra Nueva fanden schnell einen guten Draht zueinander. Die Idee, den Kaffee sowie Kakao und Gewürze aus Boaco in Deutschland zu vermarkten war geboren. Und zwar so, dass beide Seiten davon profitieren. Da ein wirklich langfristig fairer Handel nur Hand in Hand mit einer intakten Umwelt gehen kann, wirtschaftet Tierra Nueva nach ökologischen Kriterien. Regelmäßig wird über Bodenproben kontrolliert, dass tatsächlich keine Pestizide auf den Pflanzen landen. Außerdem sind die Produkte der Kooperative SPP-zertifizert.

Boaco ist 9.478 km Luftlinie von Leipzig entfernt. Bis es endlich losgehen konnte mit Café Chavalo (dt. "Kaffee-Junge") war es jedoch nicht nur räumlich ein weiter Weg. Auch für das Unternehmen in Deutschland musste die Bio-Zertifizierung beantragt werden; und auch sonst war so einiger "Papierkram" zu erledigen, bis es endlich losgehen konnte: 2015 kam der erste Container mit Kaffee von Tierra Nueva in Leipzig an.

Anfangs war Jens noch Einzelkämpfer, mittlerweile ist aus Café Chavalo eine Genossenschaft geworden, die zeigt dass Welthandel auch jenseits von Ellenbogenmentalität und Profitmaximierung möglich ist. Der Aufbau von langfristigen Partnerschaften und echte Nachhaltigkeit sind das Ziel. Eines der Mitglieder der Café Chavalo eG ist Tierra Nueva selbst. So können die Bauern aus Nicaragua in der Generalversammlung selbst Einfluss auf die Entwicklung der Genossenschaft hier in Deutschland nehmen.Sie sind nicht nur Zulieferer, sondern wirklich Teil des Ganzen.

Transparenz ist ein elementarer Bestandteil des Selbstverständnisses von Café Chavalo. Derzeit zahlt die Genossenschaft den Bauern in Boaco 2,45 US-Dollar für ein amerikanisches Pfund (454g) Kaffee. Dieser Preis beinhaltet eine Bio-, eine Fairhandels- und eine Infrastrukturprämie. Zum Vergleich: Der Weltmarktpreis für ein Pfund Kaffee lag im September 2018 zeitweise bei weniger als einem US-Dollar. Auf der Homepage von Café Chavalo könnt ihr euch im Detail anschauen, wie sich der faire Kaffeepreis zusammensetzt.

Alle Produkte von Café Chavalo sind biologisch angebaut, direkt importiert und fair gehandelt. Ein Teil des Kaffees kommt sogar klimaneutral per Segelfrachtschiff über den Atlantik zu uns. Davon haben wir uns natürlich gleich welchen für unseren Shop gesichert!
Neben dem Segelkaffee (Art. 11310 u. 11311) findet ihr bei uns im Shop von Café Chavalo auch „normalen“ Kaffee (Art. 11312) und Espresso (Art. 11313 u. 11314) sowie ein „Fairtrade-JointVenture“ aus Leipzig und Nicaragua: Honig trifft Kurkuma (Art. 7321) bzw. Honig trifft Ingwer (art. 7320)!

Wir werden zum Heldenmarkt am 17. und 18. November auch noch weitere Produkte von Café Chavalo dabei haben. Kommt uns doch mal an unserem Stand besuchen und nehmt vielleicht das ein oder andere Weihnachtsgeschenk aus Nicaragua mit nach Hause.

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