Granola - die Weltreisende

Sie ist rauhschalig, rund bis oval, goldgelb in der Farbe, schmelzig in der Konsistenz und einfach wahnsinnig lecker! Bereits seit 44 Jahren auf dem Markt erreicht die Granola bis heute Erträge, die den modernen Züchtungen kaum nachstehen. 2014 war sie Bio-Kartoffel des Jahres.

Durch ihren guten Geschmack und eine lange Lagerfähigkeit, gekoppelt mit großer Widerstandsfähigkeit gegen Krautfäule und Fadenwürmer, erfreute sich Granola schon kurz nach ihrer Zulassung Mitte der 1970er Jahre großer Beliebtheit. 1989 beanspruchte sie dann bereits mehr als 30% der deutschen Kartoffelanbaufläche, bevor sie nach und nach von neueren Züchtungen verdrängt wurde.

Ihre hohe Resistenz gegen Krankheiten und die Fähigkeit, sich an unterschiedlichsten Standorten und in diversen Klimazonen „wohl zu fühlen“ ließen Granola auf Weltreise gehen: Sie spielt heute n den bäuerlichen Subsistenzgesellschaften Südostasiens eine ebenso wichtige Rolle wie in Mittelamerika. In der Dominikanischen Republik macht sie mehr als die Hälfte der Ernte aus – und landet oftmals zu Pommes Frites verarbeitet in den Mägen europäischer Urlauber. In Panama, Nicaragua, Kuba oder den venezoelanischen Anden wird sie ebenso angebaut wie auf Sri Lanka und den Philippinen.

Granola ist vorwiegend festkochend, wird bei längerer Kochzeit jedoch mehlig. Deshalb ist sie für Pellkartoffeln nur bedingt geeignet. Ansonsten ist sie ein echter „Allrounder“. Früh im Jahr schmecken die jungen Knollen hervorragend zum Spargel, die größeren Exemplare eignen sich sehr gut als Backkartoffel und auch gestampft oder als Ofenkartoffel ist Granola eine rundum runde Sache.

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