Wer steckt in der Kiste?

Unsere netten Fahrer, die euch stets so gut gelaunt und pünktlich beliefern, kennen die meisten von euch ja bereits. Aber sicherlich hat der eine oder die andere sich schon einmal gefragt, was für Menschen eigentlich noch hinter euren Kisten stecken. Mit der Umstellung auf unser neues Newsletter-System haben wir nun endlich den Raum, euch einige von unseren rund 40 Mitarbeiter/innen mit ihren Spezialgebieten und Lieblingsprodukten näher vorzustellen. Passend zur Apfelzeit beginnen wir heute mit unserer Obstbau-Expertin Maxie, die bei uns die Kundenbetreuung unterstützt.

Schon während ihres Gartenbau-Studiums in Berlin begeisterte sich Maxie für das Thema Obstbau. Entsprechend entschied sie sich für eine Diplomarbeit in diesem Fachgebiet. Nach dem Studium arbeitete sie in Süddeutschland als Beraterin für ökologischen Obstbau, später folgte ein kurzer beruflicher Abstecher in den konventionellen Obstbau. Und allerspätestens dann war für Maxie klar: Für sie kommt nur die ökologische Landwirtschaft in Frage!
In dieser Woche haben wir uns mit Maxie und einem Teil des Teams durch die Vielfalt unserer Apfelsorten probiert. Was wir dabei gelernt haben, möchten wir euch nicht vorenthalten. Nur probieren müsst ihr selbst!

„An apple a day keeeps the doctor away“ - an diesem bekannten Spruch ist Einiges dran, denn in den süß-saftigen Vitaminpaketen steckt eine Vielzahl an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen. Über 30 Vitamine und Spurenelemente, 100 bis 180 Milligramm Kalium und viele andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen stecken in und unter der Apfelschale.   Nicht von ungefähr ist der Apfel Bestandteil vieler alter Hausmittel.

Wir befinden uns derzeit am Übergang von den Sommer- zu den Lageräpfeln, entsprechend groß ist die verfügbare Sortenvielfalt. Die frühen Apfelsorten sind im Geschmack eher säuerlich und sollten bald gegessen werden, da sie schneller weich oder mehlig werden als die späten Sorten. Aufgrund der Wärme und des vielen Sonnenscheins in diesem Sommer konnten die Äpfel in diesem Jahr mehr Zucker einlagern und sind deshalb insgesamt süßer als wir es gewohnt sind.

Entscheidend ist der richtige Erntezeitpunkt. Er wird anhand einer Messung des Zucker- und des Stärkegehaltes der Früchte sowie ihrer Festigkeit bestimmt. Dabei gibt es meist mehrere Pflückdurchgänge. Denn wenn die äußeren Früchte bereits schön rotbackig sind können die Äpfel, die weiter innen im Baum wachsen, gut noch einige Tage länger in der Sonne reifen. Gelagert werden Äpfel meist in einem sogenannten CA-Lager (CA steht für Controlled Atmosphere), in dem eine niedrige Temperatur, hohe Luftfeuchtigkeit, ein niedriger Sauerstoff- und ein erhöhter Kohlendioxidgehalt gegeben sind, um die Reifung weitestmöglich zum Stillstand zu bringen.

Der Bio-Obstbau stellt andere Anforderungen an die Sorten als die konventionelle Landwirtschaft – schließlich können Krankheiten wie der Apfelschorf nicht einfach weggespritzt werden. Also setzt man lieber gleich auf Sorten, die für diese weit verbreitete Pilzkrankheit weniger anfällig sind. Dazu gehören bei den frühen Äpfeln zum Beispiel Deljonca und Gerlinde, bei den Lageräpfeln Santana, Topaz und GoldRush…

Ihr findet in unserem Sortiment bekannte, beliebte und auch aus dem konventionellen Anbau bekannte Äpfel wie Elstar und Gala neben Sorten, die nur im Bio-Segment gehandelt und von unseren Bauern teils nur in kleinem Umfang angebaut werden. Derzeit haben wir jede Woche andere Sorten – stöbert doch einfach mal durch die Artikelbeschreibungen im Shop, welche euch am besten schmecken könnten!

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