Zweinutzungshähnchen

 

Was ist eigentlich ein EiCare- oder Zweinutzungshuhn?

 

Bevor wir über die Besonderheiten des Zweinutzungshuhns berichten, ist es wichtig sich grundsätzlich einmal ein Bild von der industriellen Hühnerzucht und -Haltung zu machen. Entweder konzentriert sich ein Betrieb auf die Produktion von Eiern ODER Fleisch. Um hohe Erträge sicherzustellen, werden spezielle Hühnerrassen eingesetzt, die leistungsstark sind.

Dies bedeutet, dass die Tiere entweder schnell Fleisch ansetzen (nach 5-6 Wochen wird ein Gewicht von bis zu 2,5kg erreicht) oder viele Eier legen (ca. 300 - 350 Eier pro Jahr) sollen. Diese Leistungen werden durch professionelle (In)zucht erreicht, die sogenannte Hybridhühnerrassen hervorbringt. Die Tiere können nicht weiter gezüchtet werden - die Betriebe beziehen daher Ihren Geflügelnachwuchs von einer überschaubaren Anzahl von auf Hühnerzucht spezialisierten Firmen. Nach dem Schlüpfen der Küken werden die weiblichen und die männlichen Küken von einander getrennt und letztere aufgrund Ihrer geringen Profitabiliät getötet - sie wachsen einfach zu langsam und legen selbstverständlich auch keine Eier.

 

Das EiCare Programm wurde ins Leben gerufen, um gegen diese Entwicklung in der Hühnerhaltung ein Zeichen zu setzen. Auf den Betrieben, die an dem Programm teilnehmen, werden sowohl die Eier als auch das Fleisch der Tiere verwertet. Dies erklärt die etwas bürokratisch anmutende Bezeichnung "Zweinutzungshuhn".

Es wird die spezielle, französische Rasse "Les Bleues" mit den blauen Füßen aufgezogen. Die Betriebe können ihren Nachwuchs selbst züchten und sind somit unabhängig von großen Zuchtkonzernen. EiCare ist ein regionales Projekt (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern), mit dem kleine bäuerliche Betriebe unterstützt werden. Die Tiere wachsen langsam und artgerecht mit der nötigen Bewegung auf dem freien Land auf. Die champagnerfarbenen Eier schmecken erstklassig und auch das Fleisch der Tiere besticht durch kleine, fein verteilte Fetteinlagerungen und den geringen Wasseranteil im Fleisch.

Am besten überzeugen Sie sich einfach selbst. 

 

 

Weiterführende Infos zu ökologischer Geflügelhaltung:

www.aktion-ei-care.de

http://www.oekotierzucht.de

Gut Wardow